FIRA - Brandschutz im Stahlbau: Heissbemessung von Montageschienen für Flucht- und Rettungswege
Die Planung und Ausführung von Montageschienen für TGA muss auch im Brandfall sicher sein – besonders in Flucht- und Rettungswegen. Ziel ist die Sicherstellung der Stabilität zur Evakuierung und Minimierung von Schäden. EN 1993-1 bewertet zwar Stahlbauteile, stößt bei dünnwandiger Installationstechnik jedoch an Grenzen. Der Artikel behandelt Berechnung und Konstruktion sowie den Vergleich von Eurocode 3 und Hilti FIRA-Modell.

Grundlegende Definitionen für Flucht- und Rettungswege
Während in der Praxis häufig zwischen Fluchtwegen, die der Selbstevakuierung dienen, sowie Rettungswegen, die zur Rettung durch Dritte beispielsweise Einsatzkräfte dienen, unterschieden wird, sieht das Technische Regelwerk für Arbeitsstätten (ASR A2.3: 08-2007 (Ziff. 3.1)) folgende Definition für Fluchtwege vor:
„Fluchtwege sind Verkehrswege, an die besondere Anforderungen zu stellen sind und die der Flucht aus einem möglichen Gefährdungsbereich und in der Regel zugleich der Rettung von Personen dienen.
Fluchtwege führen ins Freie oder in einen gesicherten Bereich.
Fluchtwege im Sinne dieser Regel sind auch die im Bauordnungsrecht definierten Rettungswege, sofern sie selbstständig begangen werden können.“
Auch in der Musterbauordnung (§36 Abs. 1 MBO 2016) gilt für einen „notwendigen Flur“ eine ausreichend lange Sicherstellung der Nutzung zu gewährleisten. Dass diese Nutzung sichergestellt werden kann, gibt es sowohl Anforderungen an die Durchführungen, etwa durch entsprechende Brandschutzabschottungen, als auch an die Befestigung der technischen Gebäudeausstattung.