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Zugnormalspannung in Fuge

Veröffentlicht von Jonas Henkenabout 3 years ago
Zugnormalspannung in Fuge

Gemäss Eurocode sind Zugnormalspannungen in einer Schubfuge mit negativem Vorzeichen anzurechnen. Das entsprechende Feld in PROFIS lässt jedoch keine negativen Werte zu. Gerade, da bei Zugnormalspannungen in der Fuge der Anteil c*fcd null gesetzt werden muss, ist es wichtig diese Zugspannung berücksichtigen zu können. Wie kann das bei der Dimensionierung berücksichtigt werden?

Profis Engineering,Beton-Beton-Verbund,Zugbelastung,Schubverbinder

1 Antwort
Veröffentlicht von  HILTI Ingenieurberatungabout 3 years ago
Hilti verifiziert

Guten Tag Herr Henken,

vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme über Ask-Hilti. Die Aufbeton-Theorie ist gemäss EOTA TR066 in der Software hinterlegt.

In PROFIS Engineering (Modul Aufbeton) ist es nicht möglich, einen negativen Wert für die Spannungen zu definieren.

In diesem Fall müsste der negative Wert nachträglich manuell in der gesamten Aufbetonfestigkeitsformel ersetzt werden (siehe Foto im Anhang). Somit ist eine Berechnung "von Hand" oder mit einem Excel-Tool erforderlich.

Dabei ist folgendes zu überlegen: Wenn der Reibungsanteil ("σn") für Zug negativ ist, wäre es evtl. sinnvoll, dass der Verzahnungsanteil auf "0" gesetzt werden kann, da kein Kontakt zwischen Alt- und Neubeton besteht. Damit wäre theoretisch nur der Dübelbiegeanteil statisch wirksam.

Unser Vertriebsingenieur wird sich diesbezüglich noch mit Ihnen in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüssen
Ihre Hilti Ingenieure

Profis Engineering,Aufbeton,Zugbelastung,EOTA TR066,Schubverbinder