Sehr geehrte Damen und Herren
Bei einer Überprüfung einer bestehenden Verankerung wurde die Verankerungstiefe der chemischen Verbundanker (Hilti HAS-E-R M24 mit HVU) aus dem Jahr 2006 mit doppelter Verankerungstiefe ausgebildet. Nun kann ich diese Eigenschaft in der Bemessungssoftware nicht eingeben. Dies ist aus statischer Sicht jedoch entscheidend, insbesondere bei überwiegender Normalkraftbelastung. Kann diese Randbedingung irgendwie angepasst werden, sodass diese günstige Eigenschaft der doppelten Verankerungstiefe in die Kalkulation einfliessen kann?
Besten Dank für eine Antwort!
Guten Tag Herr Brunner,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir möchten Sie darüber informieren, dass die HVU-Patrone heute als HVU2 und die HAS-E-R-Ankerstange als HAS-U A4 bezeichnet wird.
In unserem Online-Profis-Engineering-Tool können nur die Verankerungstiefen gewählt werden, die gemäss Zulassung mit einer Ankerpatrone der entsprechenden Grösse zulässig sind. Die Verwendung von zwei Ankerpatronen zur Erzielung einer grösseren Verankerungstiefe wurde in der Zulassung nicht getestet. Wir können nicht garantieren, wie sich die chemische Bindung von zwei Ankerpatronen in Kombination auf die Ankerstange für die Befestigung auswirkt und ob die Produkte beim Einbau richtig vermischt werden.
Wenn Sie dennoch eine grössere Verankerungstiefe mit den HVU2-Patronen erreichen wollen, empfehlen wir Ihnen einen Vergleich mit einem Injektionsmörtel (z.B. HIT-HY 200 A-V3). Bitte prüfen Sie zunächst, ob die Patrone bei der zulässigen Verankerungstiefe gleiche oder höhere Zugfestigkeitswerte als der Injektionsmörtel aufweist. Danach kann die Verankerungstiefe mit dem Injektionsmörtel berechnet und mit einer weiteren HVU2-Patrone kombiniert werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass dies nur ein Tipp ist und nicht der Zulassung entspricht.
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben und stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Ihr technisches Beratungsteam