Welche Prozentabweichung ist bei der Bemessung der wirklichkeitsnahen Ankerplatte (Berücksichtigung der Steifigkeit) mittel Profis Engineering „in Ordnung“?
Zu dieser Frage wurden vorhandene Versuchswerte mit Gruppenbefestigungen ausgewertet
Hilti PROFIS Engineering ermöglicht den Vergleich der Dübellasten und zeigt so auf, wie groß die Differenz der Ankerlasten zwischen Theorie (biegesteife Ankerplatte) und Praxis (tatsächliche Steifigkeit der Ankerplatte) ist.
Zur oben genannten Fragestellung bei welcher Prozentabweichung der Dübellasten die Bemessung noch „in Ordnung“ ist, wurden vorhandene Versuchswerte ausgewertet
Die Versuche wurden mit Gruppen zu vier und neun Dübeln durchgeführt. Diese wurden in ungerissenem Beton einaxialen und biaxialen Biegemomenten ausgesetzt. Für die Versuche wurden einbetonierte Kopfbolzen und nachträglich installierte Dübel verwendet.
Anhand von Abbildung 1 lässt sich abschätzen, inwiefern eine Abweichung des am stärksten belasteten Gruppendübels (x- Achse) sich auf die Tragfähigkeit der Gesamtgruppe auswirkt (Y-Achse). Ein Wert von 1,0 auf der X-Achse repräsentiert identische Dübellasten, sprich die Ankerplatte ist ideal-steif. Wird ein Wert von 1,0 auf der Y-Achse erreicht, heißt das, dass in den Versuchen die volle Gruppentragfähigkeit erreicht wurde. Für einen Unterschied der Dübellasten vom am stärksten belasteten Dübel einer Gruppe von ca. 10% (x-Achse mit Wert 1,1-1,15 verhält sich die mittlere Bruchlast der Gruppe (Y-Achse mit dem Wert von ca. 1,0) wie erwartet. Die Versuchsauswertung zeigt, dass bei einer Abweichung der Last auf den Dübel von ca. 10% in den Versuchen keine negativen Auswirkungen auf die Gesamttragfähigkeit der Dübelgruppe zu beobachten ist.

Abbildung 1 In Versuchen erreichte Gruppenbruchlast zu der erwartenden rechnerischen Bruchlast (Y-Achse) in Abhängigkeit der Belastung des höchstbelasteten Dübels einer Gruppe (X-Achse)