DÜBELSYSTEME - ALLGEMEINES

Europäische Leitlinien für Dübel

Europaweit gilt ein einheitliches Beurteilungssystem für die Anforderungen an Dübel und die Kriterien, die sie bei ihrem Einsatz erfüllen müssen. Die grundlegenden Definitionen dazu sind in den Leitlinien für die Europäische Technische Zulassung (ETAG - European Technical Assessment Guidelines) festgelegt:

Die ETAG Dokumente für Dübel regeln Einzelheiten zu den Produkttests und zur Bewertung der Versuchsergebnisse. Sie spezifizierenbeispielsweise die Versuche, mit denen die zulässigen Anwendungsbedingungen eines Dübelsystems bestimmt werden. Und sie enthalten detaillierte Angaben zum Bemessungsverfahren für Verankerungen und zur Qualitätskontrolle.

Im Zuge der Umsetzung der Europäischen Bauprodukte-Verordnung (BauPVO) werden die Vorgaben der ETAG nach und nach in Europäische Bewertungsdokumente überführt (EAD - European Assessment Document).


Leitlinien für die Europäische Technische Zulassung ETAG für den Bereich der Dübeltechnik:

  • ETAG 001, „Metalldübel zur Verankerung im Beton“, TR023
  • ETAG 014 „Kunststoffdübel zur Befestigung von außenseitigen Wärmedämm-Verbundsystemen mit Putzschicht“
  • ETAG 020, „Kunststoffdübel als Mehrfachbefestigung von nicht tragenden Systemen zur Verankerung in Beton und Mauerwerk“
  • ETAG 029 „Metall-Injektionsdübel zur Verankerung im Mauerwerk

Wirkprinzipien von Dübelsystemen:

Reibschluss, Formschluss, Stoffschluss - diese drei Wirkprinzipien sind Ihre Garanten für verlässlichen Halt eines Dübels. Hilti setzt bei jedem Dübelsystem eines oder mehrere dieser grundlegenden Mechanismen ein. Das Ergebnis: Je nach Art des Untergrundmaterials, der aufzunehmenden Kraft und der Bauart des Dübels finden Sie im Hilti Sortiment die optimale Befestigungslösung. 

Reibschluss:

Beim Reibschluss wird durch Aufspreizen ein Teil des Dübels (zum Beispiel das Spreizelement des Hilti Durchsteckankers HST3 gegen die Bohrlochwandung gepresst. Zugkräfte werden durch Reibung aufgenommen.

Formschluss:

Beim Formschluss wird der Dübel (zum Beispiel der Hilti Hinterschnittanker HDA oder der Hilti Injektionsmörtel HIT-HY 270) durch Hintergreifen im Untergrund verankert. Dies geschieht entweder durch Ausfüllen von Hohlräumen im Untergrund oder durch den automatischen wirkenden Hinterschnittmechanismus spezieller Hilti Ankersysteme. Diese Art des Befestigens nutzt die Tragfähigkeit des Untergrundes maximal aus. Es entstehen keine oder nur geringe Spreizkräfte.

Stoffschluss:

Beim Stoffschluss verzahnt sich ein Zwei-Komponenten-Mörtel (zum Beispiel das Hilti Injektionssystem HIT) sowohl an der rauen Bohrlochwandung als auch an der Oberfläche des Verankerungselements.

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